Es werden in Zukunft Menschen gebraucht, die um keinen Preis der Welt das Gute in sich töten dürfen

Ich bitte meinen Guide, mich mit Thomas zu verbinden, seine Mutter Melanie bittet um diesen Kontakt.

Ich bin auf einem Berg, eine kleine Terrasse, Holzmöbel, ein Holztisch, unter mir sehe ich die Lichter einer Ortschaft.
Es ist eine warme Nacht, über mir klare Sterne, Thomas sitzt mit dem Kopf mir zu gewandt und lächelt, umsichtig zündet er eine kleine Petroleumlampe an, dann schlägt er ein Buch auf und scheint darin etwas zu suchen.
Er lächelt, während er das tut, dann hat er die Stelle gefunden, winkt mich zu sich und tippt auf den Text, den ich lesen soll:
Die Sünden der Väter tragen sie bis ins dritte oder vierte Glied …

Als ich es gelesen habe, klappt er das Buch zu, setzt sich und wartet ab, wie ich regiere. Ich spüre, das er mich regelrecht “studiert” …

U: Thomas, ich tu mich schwer mit diesem Text …

T: Ich weiß …

U: Warum zeigst du ihn mir dann?

T: Es ist ein alter Text, aber ist er darum unwahr?

U: Ich bin sicher, du weißt mehr darüber als ich …

T: ja …
(Er lächelt, streckt die Beine weit von sich, die Hände am Hinterkopf verschränkt, schaut er in die Sterne …)
Wir sind nicht die Sündenbüßer, wir Kinder, so einfach ist es nicht.
Trotzdem, das da ist wahr!
Weißt du, Gott braucht keine Buße, was soll er damit?
Aber wir Menschen, wir schreien nach Gerechtigkeit, solange wir leben und manche auch noch danach.
Gerechtigkeit, hm.
Meinst du, mein Tod wäre Gerechtigkeit für jene, die mein Großvater zu verantworten hat?

U. Nein, ihnen ist Unrecht geschehen und dabei bleibt es …

T: Ja, dabei bleibt es, bis mein Großvater selbst ihren Seelen Gerechtigkeit gibt …

U: im Jenseits?

T: hm, vermutlich eher in weiteren Inkarnationen. Was wäre denn Gerechtigkeit für sie? Sein Tod, als Buße?
Nein, das hat nichts mit Gerechtigkeit zu tun, das hat was mit Rache zu tun!
Ich bin nicht gestorben, weil ich für irgendwen das gezahlt habe, was die Rache verlangt. Der Himmel ist nicht die Mafia!

U: Dann haben wir falsch gelegen, dich falsch verstanden beim Aufstellen?

T: Nur ein bisschen, nicht völlig. Ich bin wirklich dafür gestorben, damit das nicht weitergeht …

U. ja, aber WAS!?

T: Dass Männer meiner Sippe den “GUTEN MANN” in SICH selbst töten …

U: Hat er das getan?

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